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Christoph Plate berichtet über den Stadtplan Bagadad aus unserem Verlagshaus. Eine gelungene Reportage mit einer Ausnahme. Eine Passage können wir so nicht stehen lassen. Wie schon zuvor beim Berliner Tagesspiegel wird unser Stadtplan mit kriegerischen Handlungen in Verbindung gebracht oder suggeriert diese.
Anmerkungen des Verlages "Gecko Maps"
- Es ist richtig, dass Landkarten für den Krieg wichtig sind. Aber handelsübliche Karten, wie auch unsere erste Ausgabe "Bagdad" vom Dezember 2002, lassen sich nicht für kriegerische Aktionen verwenden. Wir haben noch nicht einmal ein Koordinatennetzt in die Karte eingezeichnet. Damit ist die Karte für militärische Einsätze wohl weitgehend nutzlos.
- Wir haben keine Daten des Stadtplanes Bagdad an die britische Armee verkauft. Der Verlag Reise Know-How hat eine Irak-Karten im Massstab 1:850'000 herausgegeben und diese auch an die britische Armee verkauft. Diese Karte wurde von uns produziert und ist in jeder Buchhandlung erhältlich. Wir gehen allerdings davon aus, dass sich auch amerikanische Militäreinheiten den Bagdad Stadtplan besorgt haben und auch die neue Ausgabe noch immer kaufen.
Das Militär verfügt über hochauflösende Satellitenbilder und Luftaufklärung.
Warum also interessiert sich das Militär für Landkarten, die in jeder Buchhandlung erhältlich sind?
Wir gehen davon aus, dass nicht alle Einheiten Zugang zu dem geheimen Material haben, aber dennoch Basisinformationen benötigen wie auch Hilfsorganisationen, Journalisten, Geschäftsleute oder Zeitungsleser und Fernsehzuschauer, welche am aktuellen Weltgeschehen interessiert sind.
Vielleicht sind die Gründe, warum die Militärs unseren Bagdad Stadtplan benutzen, noch banaler. Man stelle sich nur vor, wie oft Inspektoren und Truppen von ihren Geheimdiensten in die Wüste geschickt wurden um Giftgasfässer oder mobile Labors zu suchen. Nach der X-ten erfolglosen Suche vertrauen die Truppen dann den Informationen ihrer Nachrichtendienste auch nicht mehr wenn es darum geht, wo es den besten Masguf oder die feinsten Süssigkeiten in der Stadt gibt.......
- Ich bin kein "Kartograph von Bagdad". Wir Herr Plate richtig schreibt, war ich nie in dieser Stadt. Solche Schlagzeilen gestehen wir der Presse aber zu. Eine Geschichte vom "Kartographen hinter dem Eggen" würde wohl niemand lesen. Die Insider-Informationen von Bagdad stammen von Martin Herzog, der die Feldbegehung vor Ort gemacht hat. Somit ist er eigentlich "der Mann von Bagdad". Info-Seiten zum Irak
Zum Schluss bring Christoph Plate das Thema auf den Punkt:
"So wird der faltbare Stadtplan zu einem Geschichtsbuch werden. Darin wird berichtet von einer Diktatur, einem Krieg und dem Chaos danach."
Genau dies ist meine Interesse als Kartograph an Bagdad. Ich schaffe ein Abbild von einem Teil der Erdoberfläche zu einem bestimmten Zeitpunkt. Als Anhänger der Friedensbewegung liegt es mir Fern für irgend eine Armee zu arbeiten. Ich hoffe sehr, dass dem Krieg und dem Chaos eines Tages das Thema Tourismus folgen wird.
Arne Rohweder, Gecko Maps
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